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2002 - Grindelwald
In die diesjährige Tour gingen wir beide nicht besonders fit, daher sind wir auch nie allzu viel gefahren. Der andere Punkt, der uns das Fahren vermieste, war das Wetter, den schönsten Tag hatten wir, als wir auf den Männlichen fuhren, und selbst dort war von Eiger, Mönch und Jungfrau nichts zu sehen. Und wie schon vorher geschrieben, mussten wir auch früher wieder abbrechen, da am Wochenende ein Dauerregen einsetzte. Ursprünglich hatten wir noch Pässetouren über den Furka angedacht, aber der war sogar gesperrt wegen Neuschnee.
Aber trotz allem waren die Touren, die wir fuhren, sehr schön. Am ersten Tag fuhren wir auf die Kleine Scheidegg und von dort am Berg entlang weiter via Oberläger und Grindel zum First auf 2167 m. Wir haben es sehr genossen, einen fast autofreien Anstieg zu fahren, auch wenn der Anstieg selbst teilweise recht happig war. Oben auf der Passhöhe bereute ich es bitter, kein trockenes Trikot eingepackt zu haben. Temperaturen von knapp über Null Grad brachten mich doch kräftig zum Schlottern. Und dieses Mal musste ich auf Andi warten! Das war vorher noch nie passiert. Die Fahrt am Hang entlang war toll, der Schlussanstieg rauf zum First hatte es noch mal in sich. Ursprünglich wollten wir noch weiter rauf zum Bachalpsee, aber da wir schon beim First komplett im Nebel verhüllt waren, haben wir uns direkt in die Abfahrt zur Jugendherberge gemacht.
Die nächste Tour führte uns von der Jugendherberge aus auf der Nordseite des Tals rauf zur Bussalp auf 1800m. Hiervon weiß ich allerdings nur noch, dass wir da raufgefahren sind.
Etwas mehr weiß ich noch von unserer Tour auf den Männlichen. Dem Berghaus sei dank gibt es eine durchgehend geteerte Straße direkt rauf, die letzten Meter auf den Gipfel sind wir dann gelaufen. Dieser Tag begann viel versprechend. Der Blick aus der Jugendherberge am Morgen lieferte uns die komplette Eiger-Nordwand, ein imposanter Anblick. Die Hoffnung, auch noch Mönch, Jungfrau und die restliche Bergregion bewundern zu können, war aber bald vorbei. Es gab weiter oben doch noch einige Nebelbänke und die Sicht Richtung Süden ging gegen Null, einzig die andere Talseite war schön zu sehen. Zum Anstieg selbst fällt mir nur noch ein, dass er sehr steil war, im Schnitt knapp über 10% auf den 13 km bis oben.
Unsere letzte Tour vor der zu frühen Abreise führte uns auf die Kleine Scheidegg. Hier war ich von dem Rummel, der dort oben herrscht, überrascht. So viele Japaner auf einen Fleck sieht man sonst nur in Heidelberg oder in Japan selbst. Der Anstieg führt größtenteils über Naturpisten und kurz vorm Gipfel kommt noch mal ein richtig fieses Stück mit über 20%, das einem die letzten Reserven rauszieht. Wir sind dann auf der anderen Seite nach Wengen runtergefahren und über Lauterbrunnen und Zweilütschienen wieder nach Grindelwald raufgefahren.
Es ist echt schade, dass wir kein Wetterglück hatten, denn die Region an sich ist ein Traum. Ich werde auf jeden Fall noch mal dort hin zum Radfahren, dann kann ich auch ausführlichere Berichte verfassen.
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